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Altea · Geschichte
Geschichte

Geschichte von Altea

Historia de Altea

Ein habsburgischer Doppeladler im Wappen, ein Ort, der zweimal gegründet wurde, und ein Fluss, der bestimmt hat, wo überhaupt jemand leben konnte — Alteas Geschichte erklärt erstaunlich viel von dem, was heute zu sehen ist.

1. Der Doppeladler: 1705 und was das Wappen wirklich ist

Rundes Amtssiegel von 1876 mit doppelköpfigem Adler und der Umschrift Alcaldía Constitucional de Altea
1876 — der Adler allein. Archivo Histórico Nacional, Colección de sellos en tinta municipalesAbdruck: Ajuntament d’Altea, gemeinfrei, via Wikimedia Commons
Wappenschild mit vier roten Pfählen in Gold und einem schwarzen Doppeladler mit zwei Kronen
Heute — derselbe Adler über der SenyeraZeichnung: Heralder, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das auffälligste Zeichen Alteas ist ein Vogel, der an diese Küste eigentlich nicht gehört: ein habsburgischer Doppeladler. Wie er hierherkam, erzählt man sich seit Generationen — und wie sich zeigt, stimmt die Geschichte so nicht.

Schon 1703 lag die englisch-niederländische Flotte erstmals vor Altea und wurde freundlich empfangen. 1704 diente die Bucht der britischen Flotte als Ausgangspunkt für den Zug nach Gibraltar. Mitte August 1705, im Spanischen Erbfolgekrieg, landeten hier valencianische Anhänger des Erzherzogs; die Flotte war zuvor ohne Kampfhandlung von Alicante abgezogen. Am 18. August ergab sich Dénia dem valencianischen General Joan Baptista Basset, und Erzherzog Karl wurde als „Karl III.“ zum König ausgerufen. Altea stellte sich damit früh auf die habsburgische Seite; hier nahm die Erhebung in der Marina ihren Ausgang. Für Altea endete der Krieg auf der Verliererseite.

Von hier führt die Überlieferung zum Doppeladler: Erzherzog Karl habe ihn dem Ort zum Dank verliehen. So steht es in Reiseführern und auf Webseiten — und so stand es auch hier, bis wir nachgefragt haben. Das Gemeindearchiv Altea hat die Sache eingeordnet, und das Ergebnis ist nüchterner: Die Herleitung aus dem Erbfolgekrieg ist Tradition, keine Urkunde. Ein Verleihungsakt ist nicht belegt.

Mehr noch: Altea hat gar kein amtliches Wappen. Es ist weder vom Gemeinderat noch von der Generalitat Valenciana genehmigt oder geregelt. Was es gibt, ist ein gewachsener Gebrauch — der Doppeladler nachweisbar mindestens seit dem 19. Jahrhundert, der Hintergrund mit den Pfählen Aragóns erst seit dem 20. Das Rathaus führt heute ein Logo mit gekröntem Doppeladler über vier roten Pfählen in goldenem Feld. Wir bilden es hier nicht ab.

Wie alt der Adler mindestens ist, lässt sich auf das Jahr genau sagen. Eine königliche Verordnung vom 30. August 1876 verpflichtete jede spanische Gemeinde, einen Abdruck ihres Amtssiegels einzusenden; die meisten trafen bis 1878 ein. Die rund zehntausend Abdrücke liegen heute als Colección de sellos en tinta municipales im Nationalarchiv. Alteas Abdruck ist darunter. Er trägt den Doppeladler — und sonst nichts. Keine Pfähle, kein Schild, nur den Vogel und die Umschrift Alcaldía Constitucional de Altea. Die Senyera darunter kam erst im 20. Jahrhundert dazu.

Die Entwicklung in drei Schritten

  • 1876 — Im Amtssiegel steht der Doppeladler für sich: kein Schild, keine Pfähle, nur der Vogel und die Umschrift. So ist er belegt, und älter lässt er sich bisher nicht nachweisen.
  • 20. Jahrhundert — Der Adler rückt auf die Senyera, die vier roten Pfähle in Gold, das Zeichen der Krone von Aragón. Wann genau das geschah, ist nicht geklärt; die Antwort liegt am ehesten in der Ortsliteratur.
  • Heute — Das Rathaus führt diese Form als Logo: gekrönter Doppeladler über vier roten Pfählen in goldenem Feld. Beschlossen oder genehmigt wurde sie nie.

Quelle: schriftliche Auskunft des Arxiu Municipal d’Altea, Oktober 2026. Die Literatur dazu steht unter „Quellen und Belege“; sie liegt in der öffentlichen Bibliothek Alteas. Die Costa Blanca Nachrichten haben die Episode ausführlich erzählt ↗ — dort wird die Verleihung allerdings ohne Quellenangabe wiedergegeben.

2. Der Name: zwei Herleitungen, eine offene Frage

Über die Herkunft des Namens streiten sich zwei Erklärungen, und beide haben ihre Anhänger.

Die griechische führt ihn auf Althaia zurück, zu Deutsch etwa „ich heile“. Dazu passt die Überlieferung, griechische Seefahrer hätten den Fluss Algar wegen der vermuteten Heilkraft seines Wassers so genannt, und an seiner Mündung habe ein griechischer Handelsplatz dieses Namens gelegen. Es ist die schönere Geschichte — und die, die man in Altea am häufigsten hört.

Dahinter steht das griechische althaínein, heilen. Davon hat auch der Eibisch seinen Namen, Althaea, eine alte Heilpflanze, und davon heißt in der griechischen Sage die Königin von Kalydon Althaia. Für Altea beweist das nichts — es erklärt nur, warum sich die Deutung so hartnäckig hält: Das Wort führt tatsächlich zum Heilen, nur eben nicht nachweislich an diese Küste.

Die arabische führt ihn auf aṭṭalāya zurück, aus dem im Valencianischen talaia und im Spanischen atalaya wurde: Wachturm. Der Name meinte dann einen erhöhten Punkt, von dem aus man Land und Meer überblicken konnte — was zur Lage des Ortes bemerkenswert gut passt. Der Forschungsblog der Universität Alicante hält diese Herleitung für die wahrscheinlichere.

Ganz sauber ist keine von beiden. Gegen die arabische ließe sich einwenden, das zugrundeliegende Wort sei im andalusischen Arabisch so nicht belegt; gegen die griechische, dass ein Ortsname selten eine Verbform ist — das ist unsere eigene Überlegung, nicht die der zitierten Literatur. Meist wird der Name heute auf das arabische aṭṭalāya zurückgeführt; mehr lässt sich redlicherweise nicht sagen.

3. Vor allem anderen: der Fluss Algar

Postkarte der Brücke über den Algar, 1913, daneben dieselbe Stelle 2005
Die Brücke über den Algar, 1913 und 2005Montage: Jaime Guardiola · Alte Aufnahmen: Sammlung Oscar Lloret · Altea Mi Pueblo

Der Algar entspringt im Bergland bei Callosa d’en Sarrià, wo seine Quellen — die Fonts de l’Algar — bis heute ein Ausflugsziel sind, durchquert das Hinterland und mündet in der Bucht von Altea ins Meer.

Er ist kein Fluss im mitteleuropäischen Sinn. Den größten Teil des Jahres führt er wenig oder gar kein Wasser; nach schweren Herbstregen kann er innerhalb von Stunden zum reißenden Strom werden. Genau diese Doppelnatur hat die Besiedlung geprägt: Das Süßwasser machte Landwirtschaft möglich, die Mündung bot einen natürlichen Ankerplatz, und die Hochwasser hielten die Menschen davon ab, direkt im Bett zu siedeln — man baute auf den Anhöhen daneben.

Frühe Siedlungsspuren liegen über das ganze Gemeindegebiet verteilt — Felsbilder am Vicari, bronzezeitliche Funde am Momai, die iberische Siedlung mit Nekropole in Altea la Vella. Die Séquia Mare, der große historische Bewässerungskanal, leitete das Wasser des Algar in die Felder und war für die Landwirtschaft der Umgebung so wichtig, dass sie deren Aufschwung im 18. Jahrhundert überhaupt erst ermöglichte.

Auch heute ist der Fluss im Alltag gegenwärtig. Wer in Mündungsnähe bauen will, stößt auf Hochwasserschutzauflagen — die Überschwemmungsgebiete sind in der valencianischen Raumplanung kartiert und schlagen bis in Planung und Bebaubarkeit einzelner Grundstücke durch. Wer ein Grundstück in Flussnähe kauft, sollte das vor dem Notartermin geklärt haben. Zur Wasserversorgung selbst: Wasserversorgung.

4. Iberer, Griechen, Römer

Die ältesten Spuren im Gemeindegebiet sind jungsteinzeitliche Felsbilder am Vicari; aus iberischer Zeit stammen die Siedlung von Altea la Vella und die auf dem Cap Negret. Dazu kam, so die verbreitete Darstellung, ein griechischer Handelsplatz namens Althaia in der weiten Bucht. Aus römischer Zeit sind ebenfalls Reste nachgewiesen.

Man sollte sich davon kein Stadtbild vorstellen: Es ging um Ankerplätze, Umschlag und Landwirtschaft an einer Küste, die für die Schifffahrt zwischen den großen Häfen nützlich war. Die geschützte Bucht von Altea dürfte über alle Epochen hinweg ein Hauptgrund für die Bedeutung des Ortes gewesen sein.

5. Al-Andalus

Unter muslimischer Herrschaft gehörte das Gebiet in seiner letzten Phase zur Taifa von Dénia. Der Hauptort lag damals weiter landeinwärts am Fuß der Serra de Bèrnia — an der Stelle des heutigen Altea la Vella, wörtlich „das alte Altea“. Leer war der Hügel der heutigen Altstadt allerdings nicht: Auch dort gibt es iberische und islamische Funde, und die Festung Bellaguarda war islamischen Ursprungs.

Das ist der Schlüssel zum Verständnis der Ortsstruktur: Es gibt zwei Kerne, und der ältere ist der, der heute wie ein Vorort wirkt. Die Landwirtschaft jener Zeit beruhte auf alqueries, kleinen bäuerlichen Ansiedlungen mit Bewässerung aus dem Algar.

6. Eroberung 1244 und drei Jahrhunderte Unsicherheit

1244 wurde Altea von Jaume I. von Aragón erobert. Eine erste Wiederbesiedlungsurkunde folgte 1279. Auf dem Hügel über der Bucht stand die Festung Bellaguarda, islamischen Ursprungs und bis ins 17. Jahrhundert genutzt.

Was folgte, waren Jahrhunderte des Auf und Ab. Die Wiederbesiedlung nach 1279 scheiterte an der Unsicherheit jener Zeit. Die Küste war den Überfällen nordafrikanischer Korsaren ausgesetzt; wer an der Küste lebte, lebte gefährlich. Im 16. Jahrhundert entstand das Netz der Wachtürme, deren Reste noch stehen — die Torre de la Galera ist heute geschütztes Kulturgut, die Torre de Bellaguarda gab dem ältesten Viertel des Ortes seinen Namen.

Den Ausschlag gab schließlich die Vertreibung der Morisken 1609. Sie entzog der Region einen Großteil der Bevölkerung, und der alte Kern verlor seine Rolle als Hauptort.

7. Die Neugründung von 1617

Der Torbogen 1949 als Ruine, 2008 freigelegt und 2020 saniert
Vom Mauerring von 1617: derselbe Torbogen 1949, 2008 und 2020Montage: Jaime Guardiola · Alte Aufnahmen: Sammlung Oscar Lloret · Altea Mi Pueblo

Um die Wende zum 17. Jahrhundert hatte sich unterhalb des Turms von Bellaguarda eine kleine Ansiedlung gehalten. 1617 erhielt sie unter der Herrschaft von Jaume de Palafox, Marqués de Ariza, eine zweite carta pobla: die Erlaubnis zur Ansiedlung, verbunden mit der Anlage eines befestigten Ortes auf dem Hügel.

Das ist die Geburtsstunde des Altea, das man heute fotografiert. Der Grundriss von 1617 ist bis in die Straßenführung erhalten — ein Rechteckraster auf der Kuppe, umgeben von einer Mauer mit ursprünglich zwei Toren, dem Portal Vell und dem Portal del Castell; das Portal Nou kam erst Mitte des 18. Jahrhunderts dazu. Vom Portal Vell steigen die Carrer Major und die Carrer Salamanca zur Kirche hinauf. Dass der Ort so kompakt und so hoch liegt, hat nichts mit Ästhetik zu tun, sondern mit Verteidigung.

Nach 1617 besiedelten die Neuankömmlinge auch das Umland rund um die Algarmündung. So entstanden die partides, verstreute Hofgruppen mit eigenen Wegen, Bewässerungsgräben und Kapellen. Diese Streusiedlung erklärt, warum das Gemeindegebiet bis heute aus einem dichten Kern und vielen weit auseinanderliegenden Zonen besteht — die Struktur ist vierhundert Jahre alt.

Altea la Vella blieb bewohnt und ist heute ein ruhiger zweiter Ortskern mit eigener Verwaltungsaußenstelle.

Ein Blick auf das Luftbild von 1956/57 zeigt es deutlicher als jede Beschreibung: Der Ortskern von 1617 liegt dort noch fast allein auf seinem Hügel, ringsum die Streusiedlung der partides und die Terrassenfelder am Algar. Was danach kam — die Hänge, die Urbanisationen, die Küstenstraße — ist die Geschichte der letzten siebzig Jahre. Aufnahme von 1956/57 im Betrachter der Generalitat ↗

8. Rosinen, Fischerei und das lange 19. Jahrhundert

Eine Frau flickt 1943 Netze am Kiesstrand, daneben derselbe Strand 2020
Netze flicken am Strand, 1943 — und dieselbe Stelle 2020Montage: Jaime Guardiola · Alte Aufnahmen: Sammlung Oscar Lloret · Altea Mi Pueblo

Vom 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert lebte Altea von der Landwirtschaft: Mandeln, Johannisbrot, Wein und vor allem Rosinen, die über die Häfen der Küste in den Norden gingen. Der Botaniker Cavanilles beschrieb die Gegend im späten 18. Jahrhundert als sorgfältig bewässertes Kulturland — das Verdienst der Séquia Mare.

Dazu kam die Fischerei. Wie an der ganzen Küste trafen Reblaus und Rosinenkrise auch den Ort. Bis in die 1950er Jahre blieb Altea ein Ort, der vom Meer und von schmalen Terrassenfeldern lebte.

9. Die Künstler, dann der Tourismus

Das zweigeschossige Hotel Sol y Mar von 1958 und der Wohnblock, der heute dort steht
Der Anfang des Tourismus: Hotel Sol y Mar 1958, heute ein WohnblockMontage: Jaime Guardiola · Alte Aufnahmen: Sammlung Oscar Lloret · Altea Mi Pueblo

Ab den 1950er und 1960er Jahren entdeckten Maler, Bildhauer und Schriftsteller den Ort. Diese Künstlerkolonie unterscheidet Altea bis heute von seinen Nachbarn: Sie brachte Galerien, ein Publikum und, wichtiger, ein Selbstverständnis mit sich, das Hochhäuser ablehnte.

Als der Massentourismus im benachbarten Benidorm die Küste veränderte, behielt Altea niedrige Bauhöhen bei. Das ist einer der Gründe, warum die beiden Orte trotz zehn Kilometern Abstand so verschieden aussehen. Später kamen eine Kunsthochschule, das Kulturzentrum Palau d’Altea und ein dauerhaft internationaler Bevölkerungsanteil hinzu: Heute ist rund ein Drittel der gemeldeten Einwohner im Ausland geboren.

10. Was davon heute zu sehen ist

Die Torre de la Galera, Wachturm des 16. JahrhundertsFoto: Joanbanjo
Nach der Tafel der Gemeinde am Gebäude ein Zweckbau der 1930er Jahre für die Carabineros — Küstenwache, Schmuggel, Zoll —, mit zehn Wohnungen und Zisternen; um 1940 ging er an die Guardia Civil (daher die Inschrift), in den Sechzigern wurde er aufgegebenFoto: Ximo tomas
Der Bunker am Portet de l’Olla, wenige Schritte von der Wachstation — die Küstenbefestigungen des Bürgerkriegs führt der Katalog als SH 01Foto: Axel Voigts
  • Der Grundriss von 1617 — das Raster der Altstadt, das Portal Vell und die Reste der Mauer
  • Die Kirche Mare de Déu del Consol — die blau-weißen Kuppeln entstanden mit dem Neubau der Kirche ab 1901 (geweiht 1910) und sind jünger, als die meisten vermuten
  • Torre de Bellaguarda — Wachturm am ältesten Viertel, heute Aussichtspunkt
  • Torre de la Galera — geschütztes Kulturgut aus der Zeit der Küstenwachen
  • Der Doppeladler im Ortswappen — gewachsen, nicht amtlich
  • Die partides — die Streusiedlung von 1617 als heutige Zonenstruktur
  • Altea la Vella — der ursprüngliche Ort, heute zweiter Kern
  • Der Algar mit der Séquia Mare und den Bewässerungsgräben im Hinterland

Wer den Zusammenhang einmal gesehen hat, liest den Ort anders: Der Hügel ist eine Festung, die Streulage ist eine Agrarstruktur, und der Fluss ist der Grund für beides.

11. Quellen und Belege

Diese Darstellung ist eine Zusammenfassung für den Alltagsgebrauch, keine wissenschaftliche Arbeit. Verwendet wurden:

Forschung und Archiv

  • „Altea en la Edad Moderna“ — Forschungsblog zur Ortsgeschichte an der Universidad de Alicante, blogs.ua.es/historiaaltea. Grundlage für die carta pobla von 1617, die Herrschaft Palafox, die Entstehung der partides und die Landwirtschaft der Neuzeit.
  • Antonio José Cavanilles, Observaciones sobre la historia natural, geografía, agricultura, población y frutos del Reyno de Valencia, 1795–1797 — zeitgenössische Beschreibung des bewässerten Kulturlands.
  • Gemeindearchiv Altea (Arxiu Municipal) — Anlaufstelle für die Urkunden selbst; über das Rathaus zugänglich. Die eigene Fotosammlung ist klein und nicht digitalisiert; das Archiv verweist für Bilder auf Altea Mi Pueblo.
  • Altea Mi Pueblo — private Sammlung historischer Fotografien aus Altea, alteamipueblo.es ↗.

Zum Wappen

Grundlage ist eine schriftliche Auskunft des Arxiu Municipal d’Altea vom Oktober 2026, dazu die vom Archiv genannte Literatur — einsehbar in der öffentlichen Bibliothek Alteas:

  • BARRANQUÍ: „El escudo heráldico de la villa de Altea“, in: Fiestas Santísimo Cristo del Sagrario y Patrón San Blas, Altea 1978.
  • „Escudo de Altea“, in: Revista Altea 227 (1998), S. 22–23.
  • GIMÉNEZ LÓPEZ, Enrique: „El desembarco aliado de Altea de 1704 y el virrey Marqués de Villagarcía“, in: Homenatge al doctor Sebastià García Martínez, Bd. 2, València: Generalitat Valenciana 1988, S. 269–284.
  • GUTIÉRREZ DEL CAÑO, Marcelino: Monografía histórica de la Villa de Altea, Altea: Aitana 1998, S. 63–70 (Faksimile der Ausgabe Valencia 1920).
  • LLORENS BARBER, Ramón: Diccionario de Altea y sus cosas, Altea: Revista Altea 1983, S. 175–191.
  • Archivo Histórico Nacional, Colección de sellos en tinta municipales — Siegelabdrücke der Gemeinden, eingesandt auf die königliche Verordnung vom 30. August 1876 hin. Darin das Siegel der Alcaldía Constitucional de Altea.

Amtliche Angaben

  • Ayuntamiento de Altea, altea.es — Wappen, Baudenkmäler, Ortsdarstellung.
  • Instituto Nacional de Estadística, ine.es — Einwohnerzahlen und Anteil der im Ausland Geborenen.

Zur Namensfrage

  • „Los orígenes de Altea, lugar de sanación o atalaya ante los invasores“, AQUÍ Medios de Comunicación, 2021 — stellt beide Herleitungen gegenüber.
  • Wikipedia (spanisch), „Altea (Alicante)“ — als Einstieg und für den Abgleich von Jahreszahlen; keine eigenständige Quelle.

Belege zu einzelnen Abschnitten

  • PÉREZ I APARICIO, Carme: „La guerra de successió i el bloqueig de Dénia del 1705“, in: Aguaits 24–25 (2007), S. 21–47, raco.cat — die Flotte vor Altea 1703 und 1704, ihr Abzug von Alicante, die Landung valencianischer Anhänger des Erzherzogs in Altea und die Übergabe Dénias am 18. August 1705 (S. 22–24).
  • ADRADOS VILLAR, E.: „Los fondos sigilográficos del AHN“, webs.ucm.es — die Siegelsammlung nach der königlichen Verordnung von 1876.
  • „Altea en la Edad Moderna“, Einzelbeiträge: Herkunft des Namens, Mittelalter (Taifa von Dénia, Eroberung 1244, erste Besiedlungsurkunde 1279), Erbfolgekrieg, Fischerei (Mitte des 18. Jahrhunderts).
  • BORJA I SANZ, Joan: Toponímia dels pobles valencians 241: Altea, Acadèmia Valenciana de la Llengua 2021, avl.gva.es — Felsbilder am Vicari, iberische Nekropole von Altea la Vella, dort bis ins 17. Jahrhundert der Hauptort; die carta de poblament vom 11. Januar 1617, ausgestellt von Jaume de Palafox.
  • MARTÍNEZ GARCÍA, J. A.: „Terme municipal d’Altea“, in: Actuaciones arqueológicas en la provincia de Alicante 2001, MARQ, marqalicante.com — Funde am Momai, iberische und islamische Funde in der Altstadt, deren mittelalterliche Turmfestung bis ins 17. Jahrhundert in Gebrauch war, iberische Siedlung auf dem Cap Negret, Torre de la Galera als Wachturm des 16. Jahrhunderts.
  • Turisme Comunitat Valenciana, „Torre de Bellaguarda“, comunitatvalenciana.com — Küstenwachposten im 16. Jahrhundert.
  • BOE-A-2012-4840 — Einleitung des Verfahrens, den historischen Ortskern zum Bien de Interés Cultural zu erklären, boe.es; darin die Festung Bellaguarda islamischen Ursprungs, die ursprünglich zwei Tore der Mauer und das erst Mitte des 18. Jahrhunderts geöffnete Portal Nou sowie der Bau der heutigen Pfarrkirche ab 1901, geweiht 1910.
  • PATRICOVA, Decreto 201/2015 des Consell, Plan zur Vorbeugung gegen das Hochwasserrisiko, datos.gob.es.

Was dabei zu beachten ist

Ein großer Teil dessen, was im Netz über Alteas Geschichte steht — auf Hotelseiten, in Reiseportalen, in Nachschlagewerken — geht wörtlich auf denselben kurzen Text zurück. Dass eine Angabe an zwanzig Stellen steht, ist deshalb kein Beleg dafür, dass sie stimmt: Es sind keine zwanzig unabhängigen Quellen, sondern eine, zwanzigmal kopiert. Das betrifft besonders die Namensdeutung.

Belastbar sind an dieser Stelle nur die Archivarbeit und die Fachliteratur. Wo diese uneins ist — bei der Herleitung des Namens und bei Umfang und Lage des griechischen Handelsplatzes — steht der Dissens im Text und wird nicht zugunsten der schöneren Version aufgelöst.

Zusammengestellt Oktober 2026. Jahreszahlen und Zuschreibungen nach gängiger Ortsgeschichtsschreibung; bei strittigen Punkten ist der Streit benannt.

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