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Altea · Damals und heute
Damals und heute

Damals und heute

Altea: antes y ahora

Achtundvierzig Gegenüberstellungen: dieselbe Gasse, derselbe Platz, dieselbe Bucht — einmal zwischen 1894 und den 1960er Jahren und einmal heute. Montiert von Jaime Guardiola, alte Aufnahmen aus der Sammlung von Oscar Lloret, gesammelt bei Altea Mi Pueblo.

1. Was man hier sieht

Eine Fotografie von 1894 sagt für sich genommen wenig. Man sieht eine Gasse aus Geröll, weiße Wände, Frauen in Schwarz — und weiß nicht, wo das ist. Legt man dieselbe Stelle von heute daneben, kippt das Bild: Es ist die Treppe, an der man gestern vorbeiging. Dieser Kippmoment ist der Grund für diese Seite.

Die Montagen hat Jaime Guardiola angelegt. Er hat die alten Aufnahmen gesucht, den Standpunkt wiedergefunden, die neue Aufnahme gemacht und beide zusammengesetzt — bei manchen über fünf oder sechs Zeitebenen hinweg. Gesammelt sind sie bei Altea Mi Pueblo, der privaten Ortschronik von Antonio Pérez, die es seit über fünfzehn Jahren gibt.

Die alten Aufnahmen selbst stammen nicht von ihm. Sie wurden von Oscar Lloret zur Verfügung gestellt, und dass ein guter Teil dieser Sammlung überhaupt zusammenkam, verdankt sich der uneigennützigen Mitarbeit von Ramón Llorens Barber, Luis Fuster Orts und Pedro J. Orozco Juan.

Was hier steht, ist eine Auswahl aus etwa fünfhundert Montagen. Ausgewählt wurde nach Alter — je älter die Vorlage, desto besser —, nach der Zahl der Zeitebenen und danach, dass nicht dreißigmal dieselbe weiße Gasse erscheint. Die vollständige Sammlung steht bei Altea Mi Pueblo, und wer Altea mag, verbringt dort einen Abend.

Die Bilder lassen sich antippen und werden dann groß gezeigt; mit den Pfeiltasten oder durch Wischen geht es weiter.

2. Die Bilder

Der Ort als Ganzes

1898 · 2009 · 2024 — Der Ort vom Meer
1913 · 2005 — Postkarte „Vista general“
1920 · 2018 · 2026 — Panorama mit der Kirche
1920 · 2020 — Bahnhof und Bucht
1924 · 2003 — Der Hügel über den Feldern
1894 · 1935 · 1958 · 2020 — Die Bucht von oben
1953 · 2023 — Ort und Mascarat
1965 · 2023 — Terrassenfelder am Hang
1957 · 2009 — Der Ort über den Feldern
1955 · 2009 · 2024 — Silhouette vom Wasser aus

Gassen, Treppen, Torbögen

1894 · 1940 · 1950 · 1958 · 2023 — Die Treppengasse, fünfmal
1894 · 2023 — Treppe zum Kirchplatz
1894 · 2003 — Gasse am Hang
1894 · 2003 — Die Mauer unter der Kirche
1920 · 1972 · 2023 — Ziegen in der Gasse
1928 · 2005 · 2023 — Winkel am Hang
1930 · 2009 — Gasse mit Hund
1932 · 1937 · 1959 · 2020 — Blick durch den Torbogen
1933 · 1962 · 2003 · 2023 — Häuserzeile: Verfall und Aufbau
1935 · 2010 — Schweine in der Gasse
1935 · 2003 · 2024 — Weg unter der Altstadt
1937 · 1970 · 2012 — Kuppeln über der Gasse
1938 · 1942 · 2012 — Gasse zu den Kuppeln
1949 · 2008 · 2020 — Torbogen, Ruine und Wiederaufbau
1955 · 2023 — Treppe mit Frauen in Schwarz
1963 · 2009 · 2019 — Das Portal, dreimal
1967 · 2023 — Torbogen zum Meer

Plätze und Straßen

1920 · 1931 · 2023 — Straße mit Menschenauflauf
1925 · 2003 — Gasse mit Lieferwagen
1925 · 1967 · 1968 · 1975 · 2023 — Der Platz, sechsmal
1927 · 1931 · 1959 · 2009 — Platz am Glockenturm
1928 · 2010 — Straße mit Kindern
1940 · 2005 — Leute auf der Straße
1940 · 2023 — Menschenzug durch die Straße
1950 · 2009 — Wasserholen am Platz
1950 · 2020 — Esel am Kirchplatz
1952 · 2009 — Prozession in der Carrer Major
1964 · 2009 — Die Straße nach dem Regen

Hafen, Strand, Fischerei

1908 · 2005 · 2020 — Der Kiesstrand
1928 · 2020 — Lateinersegler am Strand
1928 · 1989 · 2019 · 2025 — Die Uferstraße, viermal
1930 · 2010 — Arbeit am Strand
1930 · 1989 · 2003 · 2025 — Mole und Promenade
1943 · 2020 — Netze flicken
1947 · 2019 — Boote vor den Häusern
1948 · 2005 — Segler im Hafen
1955 · 2009 — Blick aus dem Glockenturm
1959 · 2020 — Felder am Strand

Montagen: Jaime Guardiola. Fotografías cedidas por Oscar Lloret (gracias a la colaboración desinteresada de Ramón Llorens Barber, Luis Fuster Orts y Pedro J. Orozco Juan, que hicieron posible que se pudiera recopilar una buena parte de la colección de fotos). Aus der Sammlung von Altea Mi Pueblo, hier mit freundlicher Genehmigung von Antonio Pérez. Die vollständige Sammlung steht dort.

3. Was sich ablesen lässt

Vier Dinge wiederholen sich über die achtundvierzig Bilder hinweg, und zusammen erzählen sie die Geschichte des Ortes besser als jede Jahreszahl.

  • Die Felder verschwinden. Auf den Aufnahmen bis in die 1960er Jahre reicht das Kulturland bis an den Strand: Terrassen, Mandelbäume, Gemüsereihen. Heute steht dort die Stadt. Am deutlichsten auf den Luftbildern und am Hügel über den Feldern.
  • Der Verfall kam vor der Rettung. Mehrere Montagen zeigen die Altstadt in den 1930er und 1960er Jahren als Ruinenfeld — eingestürzte Dächer, zugemauerte Türen. Das heutige weiße Altea ist kein erhaltener, sondern ein wiederaufgebauter Ort.
  • Die Tiere sind weg. Esel, Ziegen, Schweine, Maultiere mit Karren: Sie gehören bis in die 1970er Jahre zum Straßenbild. Danach nicht mehr.
  • Die Mole wächst. 1894 liegt die Bucht offen, 1935 beginnt ein Steinwall, 1958 ist er länger, heute steht der Hafen. Wer die vier Stufen nebeneinander sieht, versteht, warum der Strand heute anders liegt als damals.

Was die Bilder nicht zeigen, ist auch bemerkenswert: kein Hochhausriegel unmittelbar am Altstadthügel. Der Kern von 1617 ist geblieben, gewachsen ist alles ringsum. Warum der Ort dort liegt, wo er liegt, steht auf der Geschichtsseite.

Auswahl zusammengestellt Oktober 2026. Rechte bei den Urhebern (Montagen: Jaime Guardiola; Vorlagen: Sammlung Oscar Lloret). Verwendung freigegeben von Antonio Pérez (Altea Mi Pueblo, alteamipueblo.es), Oktober 2026.